Einsatz von Raumluftreinigern in Münchner Bildungseinrichtungen!

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Münchner Eltern sorgen in Eigenregie für Abhilfe

Seit Beginn dieser Woche findet an Münchner Grund- und Förderschulen sowie für Abschlussklassen Präsenz- bzw. Wechselunterricht statt. Auch die GEW möchte schnellstmöglich wieder in einen regulären Schul- und Kitabetrieb übergehen können, vermisst allerdings noch ein ausreichendes Infektionsschutzkonzept.

Gerade in Anbetracht des gestiegenen Infektionsrisikos der Corona-Mutanten ist höchste Vorsicht geboten. „Damit überhaupt an einen weitestgehend „nomalen“ Schulbetrieb zu denken ist, sollten alle verfügbaren Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Und dazu gehört auch der Einsatz von Raumluftreinigern“, fordert Alexander Lungmus, Sprecher der GEW München. 

Die Landeshauptsstadt München lehnt die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten zum unterstützenden Einsatz in Klassenzimmern jedoch nach wie vor ab. Dies stößt auf größtes Unverständnis in der GEW München sowie bei Elternvertreter*innen. Dabei geht es noch nicht einmal um die Frage der Finanzierung. Denn die Mittel für die Anschaffung der
Raumluftreiniger können bereits seit Oktober 2020 beim Freistaat Bayern abgerufen werden. 

Entgegen den Studien* die den zusätzlichen Schutz durch Raumluftreiniger vor indirekter Infektion nachweisen und auch zeigen, dass Lüften bei z.B. steigenden Temperaturen nur eingeschränkt für einen Luftaustausch sorgt, lehnt das Bildungsreferat der LH München den Einsatz von Entlüftern ab, da es keine Belege für deren Nutzen gäbe und hält sie auf Nachfrage eines Elternvertreters und GEW Mitglieds ggf. sogar für kontraproduktiv. Gesetzt wird auf die AHA+L-Regeln. 

„Selbst wenn einige Fragen zur Wirksamkeit der Raumluftreiniger noch ungeklärt sind, kann man nicht einfach nichts tun und sich so aus der Verantwortung stehlen“, so Alexander Lungmus. 

Kontraproduktiv wäre es sicherlich, wenn man sich nur auf eine Maßnahme verlässt. „Lehrkräfte und Schüler*innen werden beim Einsatz von Luftreinigern sicher nicht alle anderen empfohlenen Maßnahmen vernachlässigen. Ganz im Gegenteil sehen wir, dass die Befürchtungen bei Beschäftigten, aber auch Eltern und Schüler*innen groß sind, sich selbst und damit möglicherweise auch Angehörige zu infizieren. Wie soll Lernen und Lehren unter dieser Belastung stattfinden können?“, so GEW-Geschäftsführerin
Siri Schultze. 

Münchner Eltern einer Grundschulklasse haben nun auf eigene Kosten einen Raumluftreiniger angeschafft und werden diesen am Freitag der Schulleitung übergeben. 

Kontakte für Rückfragen vermittelt Ihnen gerne: Siri Schultze,
Geschäftsführerin, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Stadtverband
München; Tel: 089 54408150; Mobil: 0151 111 91960; Email:
siri.schultze(at)gew-muenchen.de <mailto:siri.schultze(at)gew-muenchen.de> 

 

*Eine Auswahl an Studienergebnissen hat der BR zusammengestellt:
https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-braucht-es-in-klassenzimmern-tec
hnische-hilfe-beim-lueften,SPMT746 

Siri Schultze
Geschäftsführerin
 

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
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